Hier finden Sie einige Informationen zu heimischen Vogelarten. Wenn Sie auf das jeweilige Bild klicken, können Sie sich den Gesang der Vögel anhören.

Drossel

Drossel Aus einem Obstbaum auf dem Erlebnispfad hört man einen lautstarken, abwechslungsreichen Gesang. Es dämmert bereits. Aber man kann den Sänger noch ausfindig machen: Es ist eine Singdrossel.

Sie trägt ihren Gesang flötend und pfeifend vor. Die Motive wechseln ständig. Aber dennoch ist ihr Gesang leicht zu erkennen, denn sie wiederholt jedes Motiv zwei- bis viermal.

Bis zu fünfzig Minuten kann die Gesangsaktivität dauern, einige Pausen eingerechnet. Singdrosseln gehören zu den besten Sängern in unseren Breiten wie auch die anderen Mitglieder der Drosselfamilie: Amsel, Nachtigall und Rotkehlchen.

Gartenrotschwanz

GartenrotschwanzRotschwänze zittern ständig mit dem in allen Kleidern rostroten Schwanz und sind dadurch unverkennbar. Zwei Arten leben in Mitteleuropa, der Haus- und der Gartenrotschwanz. Die Männchen des Gartenrotschwanzes sind im Prachtkleid schwarz, weiß, hellgrau und rostrot gefärbt.

Nach der Mauser im August verblassen die Farben stark und sind durch helle Federränder weitgehend verdeckt. Insgesamt sind sie viel bunter als die Männchen des in Gestalt und Verhalten ähnlichen Hausrotschwanzes.

Die Weibchen sind hell bräunlich und ähneln den Weibchen des dunkleren Hausrotschwanzes sehr. Doch sind sie vor allem unterseits heller und ihre Farben wirken wärmer. Gartenrotschwänze werden etwa 15 cm lang und 14 g schwer.

Grünspecht

GrünspechtMit ca. 30cm Größe und bis zu 200g Gewicht zählt der Grünspecht zu den größeren einheimischen Spechten.

Auffällig sind seine karminrote Haube, der bis zu 5cm lange, kräftige Schnabel, eine schwarze Gesichtsmaske und das grünliche Gefieder besonders an Rücken und Flügeldecken.

Im Bürzelbereich ist er gelblich, an der Bauchseite gelblich-grau. Beim Klettern an Baumstämmen stützt er sich mit seinem Schwanz ab. Jungvögel sind im Hals- und Bauchbereich gebändert. Der Bartstreifen hilft bei der Unterscheidung der Geschlechter:

Beim Weibchen ist er schwarz, beim Männchen rot mit schwarzem Rand und bei Jungvögeln noch wenig ausgeprägt. Verwechslung mit anderen einheimischen Arten ist kaum möglich.

Der ähnliche Grauspecht ist kleiner, nicht so deutlich grün und hat nur einen kleinen roten Stirnfleck (nur Männchen).

Kleinspecht

KleinspechtEtwa Sperlingsgroß. Kleinster europäischer Specht. Auf Grund seiner Größe und seinem sehr spitzen Schnabel, besteht kaum die Gefahr einer Verwechselung mit anderen Spechten.

Häufiger Brutvogel Europas. Meidet das Gebirge. Auf Grund seiner Lebensweise aber schwer zu entdecken. In manchen Gegenden Mitteleuropas gibt es Zuwächse dieser Art. Im Süden aber auch in Skandinavien gibt es starke Bestandseinbrüche, die durch intensive Bewirtschaftungen der Wälder verursacht werden.

Gimpel (Dompfaff)

GimpelMit bis zu 15 cm Länge und 35g Gewicht etwa sperlingsgroß. Der Gimpel ist praktisch nicht zu verwechseln. Typische Merkmale sind die schwarze Kappe, ein kräftiger kurzer und fast schwarzer Schnabel, grauer Rücken, schwarze Flügel mit weißer Binde, weißer Bürzel und schwarzer Schwanz. Brust und Bauch sind beim Männchen rötlich, beim Weibchen (Bild 2) eher rehbraun. Jungvögel ähneln dem Weibchen, haben aber noch keine schwarze Kappe.

Der Gimpel bevorzugt Waldränder und lichte Mischwälder, Parks und Gartenanlagen. Teilweise, besonders im Winter, ist er auch in Städten anzutreffen.

Seine Hauptnahrung ist pflanzlich, vornehmlich Sämereien, Beeren und Knospen. Er nimmt aber auch Insekten und Spinnen zu sich. Wegen seiner Vorliebe für Obstgehölzknospen hat sich der Gimpel schon oft unbeliebt bei Gärtnern gemacht. Besonders im zeitigen Frühjahr vergreifen sich die Vögel an frischen Trieben.

Goldammer

GoldammerSchlanker als der Haussperling und langschwänziger, der Schwanz leicht gekerbt. Weiße äußere Steuerfedern.

Für das Männchen typisch ist die auffällige Gelbfärbung von Kopf und der Unterseite, sowie das rostbraune Brustband. Der gelbe Kopf ist im Flug gut zu sehen, ebenso der zimtbraune Bürzel. Die Weibchen zeigen weniger Gelb und sind unterseits gestreift.

Die Goldammer bevorzug die Feldflur mit Gebüsch, Hecken, Gehölzen und Brachflächen. Aber auch Waldränder, niedrige Forstkulturen und Baumreihen. Im Winter vor allen auf abgeernteten Getreidefeldern. Geht auch an Futterstellen von Hühner, Gänsen und Enten.

Im Volksmund wird der Gesang “ wie wie wie hab ich Dich liiiieb “ übersetzt Der Gesang ist in den einzelnen Gegenden verschieden, man spricht vom Dialekt.

Die Goldammern gehören zu den wenigen Vogelarten die auch in der Mittagshitze singen.

Buchfink

BuchfinkMit etwa 15 cm und bis zu 30 g etwa sperlingsgroß.

Das Männchen ist auffällig gefärbt: rotbrauner Rücken, rötliche Brust, taubenblauer Schopf, zwei finkentypische weiße Flügelbinden an fast schwarzen Flügeln.

Beim Weibchen ist die Brust eher bräunlich und der Kopf einfarbig braun-beige. Verwechslung ist fast ausgeschlossen, eventuell mit dem Bergfink, der aber in Deutschland seltener ist und meist nur als Wintergast vorkommt. Im Winter ist das Männchen dezenter gefärbt.

Der Buchfink zählt zu den häufigsten Vögeln im Europa und ist hier, außer in Nordskandinavien, praktisch überall anzutreffen.

Hecken und Baumbestände sind Voraussetzung für den Buchfink, wobei er aber nicht anspruchsvoll ist. So genügen ihm auch kleinste solche Reviere in Parks, Friedhöfen oder Gärten. Er ist ein Kulturfolger und selbst in Großstätten anzutreffen.